Der Lauterfresser

Der „Lauterfresser“ war ein junger Landwirt aus dem nahen Tschötsch bei Brixen, der nicht dem damaligen Schönheitsideal entsprach und dem schon jung mit einem Stein die Zähne eingeschlagen wurden (und somit nur „Lauteres fressen“ konnte, wie Milchbrei oder Mus ).

In seiner Zeit, Zeitalter der Inquisition, wurde er für viele widrige Naturereignisse (z.B. Hagelschlag, der die Ernte zerstörte) oder andere „krummen“ Dinger (wenn z.B. eine Magd wider Erwarten sich dem Gemahl nach der Hochzeit doch nicht als Jungfrau entpuppte) verantwortlich gemacht.

Nach harter und grausamer Gefängnishaft in Schloss Rodeneck und der Kandelburg, einer zwischenzeitlicher Flucht und dem Prozess im Richtersaal der Kandelburg, wurde der „Lauterfresser“ in der Abenddämmerung und unter den Augen der bäuerlichen Bevölkerung von den Berghängen auf einem Hügel zwischen Mühlbach und Schabs verbrannt.

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